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title: LinkedIn mit Substanz: Wie zwei Zwillingsschwestern eine Personal-Branding-Agentur – und eine Creator-Affiliate-Plattform – bauen
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author: Geld & Wirtschaft Redaktion
published: 2026-03-05
updated: 2026-03-13
language: de
category: Grundlagen
description: Lena Kajo und ihre Zwillingsschwester Amie haben die Personal-Branding-Agentur Geminos gegründet, um LinkedIn-Creators mit Unternehmen über Affiliate-Marketing zu vernetzen. Ihr Fokus liegt auf Authentizität und thematischer Passung statt bloßer Follower-Zahlen.
source: Provimedia GmbH
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# LinkedIn mit Substanz: Wie zwei Zwillingsschwestern eine Personal-Branding-Agentur – und eine Creator-Affiliate-Plattform – bauen

> **Autor:** Geld & Wirtschaft Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-03-05 | **Aktualisiert:** 2026-03-13

**Zusammenfassung:** Lena Kajo und ihre Zwillingsschwester Amie haben die Personal-Branding-Agentur Geminos gegründet, um LinkedIn-Creators mit Unternehmen über Affiliate-Marketing zu vernetzen. Ihr Fokus liegt auf Authentizität und thematischer Passung statt bloßer Follower-Zahlen.

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LinkedIn ist für viele immer noch „diese Job-Plattform“. Für andere ist es längst der Ort, an dem Deals entstehen, Kunden kommen, Mitarbeiter gefunden werden – und manchmal sogar: echte Freundschaften und Reisen ans andere Ende der Welt.


In dieser Podcastfolge von **„Geld und Wirtschaft“** spricht der Host, Alexander Weipprecht, mit **Lena Kajo (22)** aus Münster. Lena hat gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Amie die Personal-Branding-Agentur **Geminos** gegründet – und arbeitet zusätzlich an einer neuen Plattform, die **LinkedIn Creator Marketing** über **Affiliate-Links** möglich machen soll.


Was dabei spannend ist: Es geht nicht um „Follower-Flex“, sondern um Wirkung, Authentizität – und ein ziemlich klares Verständnis davon, wie LinkedIn gerade tickt.




## Von LinkedIn-Posts zu zahlenden Kunden: Der Start von Geminos

Die Story beginnt, wie viele gute Business-Stories: nicht mit einem perfekten Plan, sondern mit einem Muster, das man nicht mehr ignorieren kann.


Lena und Amie waren früh sehr aktiv auf LinkedIn, haben viel gepostet, viel ausprobiert – und bekamen irgendwann immer öfter dieselbe Nachricht:


> 
„Könnt ihr das, was ihr für eure Profile macht, nicht auch für uns machen?“




Im **September 2024** gründen sie Geminos – und starten direkt mit **vier Kunden am ersten Tag**. Heute arbeiten sie in Münster (mit Büro an der Promenade) und betreuen Kunden aus vielen Branchen.




## LinkedIn Influencer Marketing: Warum sie lieber „Creators“ sagen

Ein zentraler Teil des Gesprächs dreht sich um Lenas neues Projekt: **eine Plattform, die Unternehmen und passende LinkedIn-Creators matcht**. Das läuft nicht über klassische „Werbeposts“, sondern über **Affiliate-Links**.


Kurz gesagt:




- **Unternehmen** werden mit **Creators** gematcht, die thematisch wirklich passen

- Der Creator postet Content inkl. **Affiliate-Link**

- Das Unternehmen bekommt **Leads/Conversions**, die trackbar sind



Wichtig dabei: Lena vermeidet bewusst das Wort *Influencer*.



### Creator ≠ Influencer (zumindest auf LinkedIn)

Bei ihnen gilt nicht: „Ab 10k Follower bist du dabei.“


Sie bringt ein Beispiel, das hängen bleibt:Ein Creator mit **~500 Connections**, aber extrem spitz positioniert (Rohrbauleitung). Seine Community ist klein – aber hoch relevant. Wenn der eine Empfehlung ausspricht, kann das mehr wert sein als ein riesiger, generischer Account.


**Kernaussage:** Auf LinkedIn zählt nicht primär Größe, sondern **Glaubwürdigkeit + thematische Passung**.




## Für wen ist eine Personal-Branding-Agentur überhaupt sinnvoll?

Alexander beschreibt, dass er selbst viel postet, alles eigenständig schreibt, wenig KI nutzt – aber merkt: **Kontinuität frisst Zeit**.


Lena erklärt: Geminos hat sich **nicht auf Branchen spezialisiert**. Sie arbeiten u. a. mit:




- Technik / Industrie

- Lebensmittelbranche

- Automobil

- Rechtsanwälten



Warum geht das trotzdem? Weil Personal Branding nicht nur Fachwissen ist.



### 40% privat – und genau das ist der Punkt

Lena sagt sinngemäß: Personal Branding passiert mittlerweile zu einem großen Teil über **private Anknüpfungspunkte**, die beruflich anschlussfähig sind.


Beispiel: Sie schreibt über ihren Arbeitsweg zu Fuß – und verbindet es mit Wohlbefinden, Routine, Performance im Alltag.


**Nicht privat um privat zu sein**, sondern um eine **echte Person** sichtbar zu machen.




## So läuft die Zusammenarbeit ab: Profiling, Content-Interviews, Feedback-Loops

Alex will’s genau wissen: Wie sieht das in der Praxis aus – ohne Agentur-Geheimnisse?


Lena beschreibt einen ziemlich klaren Prozess:




- **Inbound über LinkedIn** (kein aktiver Vertrieb nötig)

- **Ziele klären**: Sichtbarkeit, Neukunden, Recruiting etc.

- **Profiling zuerst**: Profil optimieren, weil ein guter Post nichts bringt, wenn das Profil danach nicht überzeugt

- **Content-Interviews** (alle 1–2 Monate, ca. 60–90 Minuten)→ daraus entsteht der fachliche Input

- **Schreibstil übernehmen**: Sprechweise, Formulierungen, „Wording“ des Kunden

- **Wöchentliche Feedback-Schleifen** + Content-Analysen



Wichtig: Die Agentur schreibt die Beiträge selbst – aber die Substanz kommt aus den Interviews. Authentisch bleiben ist Pflicht, nicht Kür.




## Trends, Kopien und das „LinkedIn spielt gerade verrückt“-Gefühl

Alexander spricht ein typisches LinkedIn-Phänomen an:Du machst einen Post, der gut läuft – und plötzlich machen es zehn andere ähnlich. Oder: ein Trend schwappt durch die Plattform und jeder springt drauf.


Lena sagt klar: **Trends sind A und O** – solange man sie nicht stumpf mitmacht.


Wenn man eine echte Meinung hat oder das Thema zur eigenen Positionierung passt: aufspringen.Wenn nicht: weiter den eigenen Content fahren.


Sie nennt auch Beispiele für LinkedIn-Trends, u. a. diese KI-generierten „Figuren in Boxen“-Visuals (die eine Zeit lang überall waren).




## KI auf LinkedIn: Warum „perfekte“ Texte gerade verlieren

Dann kommt das Thema, über das sich (gefühlt) die halbe Plattform aufregt:KI-Kommentare, KI-Posts, generische Floskeln, Austauschbarkeit.


Lena ist da ziemlich deutlich: Sie findet es schade, weil der Feed dadurch „verwässert“.


Aber: Genau darin liegt auch die Chance.



### Wenn alle nach KI klingen, gewinnt der Mensch

Sie nennt typische KI-Muster, die Leute schnell erkennen:




- abgehackte Aufzählungen mit Punkten

- standardisierte Floskeln

- „glatte“ Sätze ohne echte Stimme



Ihr Gegenmittel ist simpel:




- echte Fotos statt KI-Bilder

- umgangssprachlicher Ton (auch Anglizismen, wenn’s zur Person passt)

- kleine „unperfekte“ Elemente, die echt wirken (Füllwörter, kleine Ecken/Kanten)

- Texte, die sich anfühlen, als wären sie schnell am Handy getippt – weil das Thema gerade wichtig war



**Authentizität ist hier keine Romantik, sondern ein Wettbewerbsvorteil.**




## Was ist „viral“ auf LinkedIn?

Alexander Weipprecht erzählt: Ein spontaner Post mit echtem Bild hat in zwei Tagen **20.000 Aufrufe** gemacht – und er fragt sich: Ist das viel?


Lena sagt: 20–30k Impressions sind richtig stark.Und sie gibt eine Faustregel aus ihrer Sicht:




- 
**„Viral“ auf LinkedIn = über ~1.000 Likes**(und deutlich schwerer zu knacken als auf TikTok/Instagram)






Außerdem bringt sie eine schöne Visualisierung:Wenn du 20.000 Follower hast, ist das wie „deine ganze Heimatstadt liest mit“.




## Erwartungshaltung vs. Realität: Warum sie mindestens 6 Monate verlangen

Ein Thema, das viele unterschätzen: Leute erwarten oft schnelle Ergebnisse, obwohl Personal Branding Zeit braucht.


Geminos löst das strukturell:




- **Mindestlaufzeit 6 Monate**, weil man eine Brand nicht in 4 Wochen „hochzieht“

- Pakete von **1 bis 3 Posts pro Woche**

- Je mehr Frequenz, desto schneller in der Regel die Wirkung – aber Aufwand/Investment müssen passen



Die Agentur klärt laut Lena heute stärker auf als ganz am Anfang, weil die Erwartungen zu Beginn oft „zu hoch“ waren.




## „Lass mal locker austauschen“: Wie du Anfragen effizient filterst

Alexander Weipprecht beschreibt ein Problem, das viele mit Reichweite kennen:Es kommen ständig Nachrichten, oft ohne konkreten Punkt. Und wenn du jedem Call zusagst, arbeitest du irgendwann nur noch in Kennenlern-Meetings.


Lenas Ansatz ist derselbe wie seiner:




- **Vor dem Call klären:** Was willst du konkret? Worum geht’s? Was brauchst du?

- Dann entscheiden: lohnt sich das oder nicht?



Sie sagt aber auch: Manche dieser Gespräche haben schon zu sehr guten Ergebnissen geführt – also nicht alles pauschal wegblocken. Nur: **ohne Klarheit keine Zeit.**




## Gründerstory: Die Idee auf einer Fähre zwischen Helsinki und Tallinn

Zum Ende wird’s persönlicher: Wie gründet man als Zwillingspaar – ohne Angst vor Streit?


Lena erzählt:




- Amie wollte schon immer gründen (BWL, Vertrieb, „Macherin“)

- Lena kommt aus Kommunikationsmanagement, ist eher emotionaler/„sensibler“

- Genau diese Mischung funktioniert als Duo



Der konkrete Gründungsmoment ist filmreif:Auf einer **Fähre zwischen Helsinki und Tallinn** (Familie hat finnische Wurzeln) kommt wieder so eine LinkedIn-Nachricht rein: „Könnt ihr das für mich machen?“


Sie schauen sich an und denken: Diese Idee liegt literally vor unseren Füßen.


Sie starten als **GbR**, komplett **bootstrapped** (kein direktes GmbH-Stammkapital). Jetzt planen sie **Umfirmierung** und **Holdingstruktur**.


Und ihr Fazit ist ziemlich klar: Alleine wäre das mental viel schwerer. Zu zweit ist es „Powerduo“.




## Kapstadt: Workation, Kunden treffen, Startup-Energie

Nebenbei erzählen sie noch von einer Workation in **Kapstadt** – geplant mit zwei LinkedIn-Kontakten, am Ende zu dritt vor Ort.


Spannend: Sie treffen dort sogar Kunden „mal eben auf einen Kaffee“ – in derselben Stadt, in der sie gerade wohnen.


Lena beschreibt Kapstadt als Ort mit starker Unternehmer- und Startup-Energie und betont, wie selten es ist, mit Gleichaltrigen über Gründungsthemen zu sprechen – umso wertvoller war der Austausch.




## Lenas 6 Einsteiger-Tipps für LinkedIn (kompakt)

Zum Abschluss liefert sie praktische Tipps für Anfänger:




- **Frag dich: Wofür mache ich das?**Personal Brand = langfristiger Karrierehebel + Türenöffner.

- **Starte mit 3 Posts pro Woche**Aktivität lohnt sich – aber mach’s realistisch.

- **Meide ChatGPT-Fließband-Texte**Die Leute merken’s (und scrollen weiter).

- **Schreib in deiner echten Stimme**Unperfekt ist oft besser als poliert.

- **Echte Bilder statt KI-Bilder**Selfies, Schnappschüsse, Alltag – funktioniert.

- **Trends ja – aber nur, wenn du was Echtes dazu zu sagen hast**



Zum Abschluss bleibt vor allem eins hängen: LinkedIn belohnt gerade nicht die lautesten Accounts, sondern die glaubwürdigsten. Wer bereit ist, regelmäßig zu posten, seine echte Stimme zu zeigen und Profil + Content als Einheit zu denken, kann sich dort Schritt für Schritt eine Reputation aufbauen, die weit über Likes hinausgeht – bis hin zu Kunden, Kooperationen und echten Begegnungen im „echten Leben“. Und genau hier setzen Lena und Amie mit Geminos an: nicht mit Buzzwords, sondern mit einem klaren Prozess, viel Nähe zum Menschen hinter dem Profil und dem Blick nach vorn auf das nächste große Thema auf LinkedIn – Creator- und Affiliate-Marketing.

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [geldundwirtschaft.de](https://geldundwirtschaft.de/linkedin-mit-substanz-wie-zwei-zwillingsschwestern-eine-personal-branding-agentur-und-eine-creator-affiliate-plattform-bauen/)*
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