Mit KI zum eigenen Coding-Workflow: So programmiert man heute mit Claude, Cursor und UltraThink

Mit KI zum eigenen Coding-Workflow: So programmiert man heute mit Claude, Cursor und UltraThink

Autor: Geld & Wirtschaft Redaktion

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Kategorie: Künstliche Intelligenz

Zusammenfassung: Künstliche Intelligenz transformiert die Softwareentwicklung, wie Alex in seinem YouTube-Beitrag zeigt, indem er sein KI-Coding-Setup und den Aufbau eines wissenschaftlichen Taschenrechners demonstriert. Durch präzise Planung und Nutzung von Tools wie Claude optimiert er den Entwicklungsprozess und hebt die Effizienz hervor.

Künstliche Intelligenz revolutioniert nicht nur die Finanzwelt – auch Softwareentwicklung wird durch Tools wie Claude von Anthropic, Cursor.ai oder GPT-Modelle grundlegend verändert. In diesem Beitrag gibt Alex, der Gründer des YouTube-Kanals Geld & Wirtschaft, exklusive Einblicke in sein persönliches KI-Coding-Setup: von der Systemarchitektur über Projektstrukturierung bis hin zu komplexen Programmieraufgaben, alles orchestriert mit Hilfe intelligenter Agents.

Anstatt eines klassischen Schritt-für-Schritt-Tutorials zeigt er praxisnah, wie ein KI-gestütztes Webentwicklungsprojekt entsteht – inklusive typischer Fehler, cleverer Workarounds und wertvoller Tipps für alle, die White Coding oder Kontext-Engineering ernsthaft betreiben wollen.


1. Die technologische Grundlage: Mein KI-Setup

Die Basis jedes Entwicklungsprozesses ist ein funktionierendes technisches Setup. Alex verwendet folgende Komponenten:

Komponente Beschreibung
Betriebssystem macOS mit MAMP (lokaler Webserver)
Alternative für Windows XAMPP mit MySQL
Entwicklungsumgebung Cursor.ai – moderne KI-gestützte IDE
Backend-Sprache PHP
Frontend HTML, CSS, JavaScript (teilweise mit Bootstrap Framework)
KI-Agent Claude 4 Sonnet von Anthropic (via Cursor.ai)
Kommunikation Terminal-basierte Steuerung per Claude CLI

Alex nutzt Claude Code, ein terminalbasiertes Interface, um seine Programmieraufgaben mithilfe des KI-Modells Sonnet effizient umzusetzen. Für besonders komplexe Aufgaben wäre theoretisch das leistungsfähigere Modell Opus möglich – dieses verursacht jedoch schnell Kosten von bis zu 100 Dollar pro Stunde.


2. Zentrale Komponente: Die Claude.md Datei

Ein Schlüssel zu effizientem KI-gestütztem Programmieren liegt in einer präzisen Konfigurationsdatei, die Alex Claude.md nennt.

Beispielhafte Inhalte dieser Datei:

  • Arbeitsprinzipien:

    • Max. 1000 Zeilen pro Datei

    • Keine Inline-Scripts in PHP

    • Eine Klasse pro Datei (PascalCase)

    • Methoden < 100 Zeilen

    • MVC-Strukturierung

  • Projektstruktur:

     
    /app
    ├── /controllers
    ├── /models
    ├── /services
    ├── /middleware
    ├── /config
    ├── /core
    ├── /db
    └── /assets
         ├── /images
         ├── /css
         └── /js

 

Diese Datei ermöglicht Claude ein detailliertes Verständnis über das gewünschte Setup und die Architektur. Alle späteren Prompts bauen darauf auf – dadurch entsteht eine hohe Konsistenz im Projektverlauf.


3. Demo-Projekt: Wissenschaftlicher Taschenrechner

Das Herzstück des Videos ist der Aufbau eines universitätstauglichen Taschenrechners, der mathematische Funktionen bis ins 4. Semester abdecken soll. Ziel war es nicht nur, ein Tool zu bauen, sondern auch zu demonstrieren, wie Planung mit UltraThink-Modus in Verbindung mit Claude und Markdown-Dateien strukturiert abläuft.

3.1 Planung per ToDo.md

Prompt zur Planung:

„Plane einen Taschenrechner, den ich für die Universität nutzen kann – bis zum 4. Semester Mathematik-Studium. Suche online nach typischen Studieninhalten, plane exakt per Markdown (ToDo.md), beschreibe jede Teilaufgabe. Warte auf Freigabe vor Umsetzung.“

Claude recherchiert daraufhin typische Inhalte aus Mathematik-Curricula und schlägt u. a. folgende Module vor:

  • Basisrechner
  • Lineare Algebra 1 & 2
  • Analysis 1 & 2
  • Komplexe Zahlen
  • Differentialgleichungen
  • Statistik & Stochastik
  • Numerik
  • Visualisierungen

3.2 Umsetzung in Phasen

Phase Inhalt Status
1 Basisrechner (Grundfunktionen) ✅ Fertiggestellt
2 Lineare Algebra (Matrix, Vektor) 🔄 In Bearbeitung
3 Analysis ❌ Geplant
Weitere Module folgen ❌ Ausstehend

Alex achtet darauf, jede Phase vorher zu planen, bevor er sie umsetzt. Das verhindert, dass Claude wichtige Designüberlegungen oder Architekturprinzipien ignoriert.


4. Live-Entwicklung: Vom HTML-Gerüst zum funktionierenden Rechner

Nach der Planungsphase beginnt die KI mit der Umsetzung. Beeindruckend ist die Geschwindigkeit und Qualität:

Features des Basisrechners:

  • HTML/CSS mit Bootstrap
  • Reaktionsfähiges Design (mobile-ready)
  • Zahleneingabe, Rechenfunktionen, Verlauf
  • Dark-Mode-Ansatz (noch nicht vollständig umgesetzt)
  • Fehlerbehandlung über Konsole

Fehlerdiagnose-Prozess:
Tritt ein Fehler auf (z. B. nicht geladene CDN-Links oder JavaScript-Probleme), kopiert Alex die Browser-Konsole und reicht sie über Standard-Prompts an Claude zurück – meist ist der Fehler in wenigen Sekunden behoben.


5. Effizienz & Kosten im Blick

Die große Überraschung im Video: Trotz enormer KI-Aktivität bleibt der Kostenrahmen überraschend niedrig.

Modell Kosten
Claude 4 Sonnet (Cursor IDE) ~$2.34 für das Taschenrechner-Projekt
Opus (nicht genutzt) bis zu $100 pro Stunde!

Die Programmierung von über 1000 Zeilen Code (allein für Vektor- und Matrix-Module) innerhalb von Minuten belegt, wie stark KI das Coding beschleunigt – solange der Kontext gut gesetzt ist.


6. Best Practices für KI-gestütztes Coden

Zum Schluss fasst Alex die wichtigsten Lektionen zusammen:

✅ Was funktioniert besonders gut?

  • Kontext über Claude.md schafft Kontinuität und Qualität
  • UltraThink-Modus erhöht die Effizienz und Detailtiefe der Planung
  • ToDo.md-Dateien halten Projektstatus transparent
  • Fehlerdiagnose via Konsole spart Zeit

⚠️ Herausforderungen:

  • Verlust des Kontexts bei Terminal-Abstürzen
  • Halluzinationen der KI, z. B. bei falschen Pfaden oder Funktionen
  • Technisches Verständnis erforderlich, um Fehler korrekt einzuordnen

🛠 Empfehlung für größere Projekte:

  • Arbeitet mit erfahrenen Entwicklern oder Software-Architekten zusammen
  • Nutzt mehrere Agents (Testing, Design, Backend, etc.)
  • Plant Sicherheitsaspekte und mögliche Angriffsflächen mit ein

Fazit: Revolution im Coding – aber nicht ohne Vorbereitung

Alex demonstriert eindrucksvoll, wie KI heute schon als Co-Programmierer fungieren kann – schneller, strukturierter und oft effizienter als so mancher Junior Developer. Doch der Erfolg steht und fällt mit der Qualität der Planung, der Klarheit im Prompting und dem technischen Know-how des Entwicklers.

Wer es richtig angeht, kann mit Tools wie Claude, Cursor und Markdown-Dokumentation in wenigen Stunden MVPs, Prototypen oder gar komplexe Webapplikationen realisieren.


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Erfahrungen und Meinungen

Die Nutzung von KI-Tools wie Claude und Cursor hat für viele Anwender die Programmierung erheblich vereinfacht. Claude von Anthropic wird häufig als bevorzugtes Werkzeug genannt. Nutzer schätzen die Fähigkeit, Code schnell und effizient zu erstellen. Ein Anwender berichtet, dass Claude ihm geholfen hat, eine Vielzahl von Programmen zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem eine Aufgabenverwaltung und ein Störungserfassungstool.

Vorteile des KI-gestützten Codings

Ein großer Vorteil: Die Geschwindigkeit. Anwender erstellen in kürzester Zeit funktionsfähige Programme. Ein Nutzer hebt hervor, dass er mit Hilfe von Claude seine Ideen schneller umsetzen kann als je zuvor. Auch die Integration in bestehende Systeme funktioniert meist reibungslos. Viele Nutzer berichten von einer deutlichen Steigerung ihrer Produktivität.

Herausforderungen und Limitierungen

Trotz der vielen Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Einige Anwender bemängeln, dass die KI manchmal unerwartete Ergebnisse liefert. In Foren wird diskutiert, dass die Qualität des generierten Codes nicht immer den Erwartungen entspricht. Ein typisches Problem: Der Code funktioniert nicht auf Anhieb und erfordert oft Nachbesserungen.

Persönliche Anpassung und Teamarbeit

Nutzer betonen, dass die Tools vor allem für die persönliche Produktivität geeignet sind. Für die Teamarbeit sind sie weniger hilfreich. Ein Anwender stellt fest, dass Teams mehr als nur neue Werkzeuge benötigen. Sie brauchen klare Kommunikationsstrukturen und gemeinsame Regeln. Ohne diese bleibt die Effizienz der KI-Tools eingeschränkt.

Eine interessante Perspektive bietet das Teamwork-Blog. Dort wird das Konzept des Vibe-Codings erläutert. Nutzer können ihre eigenen Tools für alltägliche Aufgaben erstellen. Doch die Herausforderung bleibt: Wie kann man diese Tools sinnvoll im Team integrieren?

Insgesamt ist die Arbeit mit KI im Coding-Bereich vielversprechend. Viele Anwender sind begeistert von der neuen Technologie. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt. Dennoch ist es wichtig, die eigenen Ziele klar zu definieren. Nur so können die Stärken der KI optimal genutzt werden.